07. September 2026
Was Unternehmen jetzt wissen sollten:
Lithium-Ionen-Akkus sind aus unserem Arbeitsalltag kaum noch wegzudenken. Mit der neuen ISO 3941:2026 gibt es nun erstmals eine eigene Brandklasse für Brände von Lithium-Ionen-Zellen und -Batterien.
Ob Smartphone, Laptop, Akkuschrauber, E-Bike, Flurförderzeug oder Batteriespeicher – Lithium-Ionen-Batterien werden in Unternehmen immer häufiger eingesetzt. Gleichzeitig bringen sie besondere Brandgefahren mit sich.

Was ist das Besondere an Lithium-Ionen-Bränden?
Bei einem Defekt oder einer Beschädigung kann es zum sogenannten Thermal Runaway kommen. Dabei steigt die Temperatur innerhalb einer Batteriezelle stark an und kann eine Kettenreaktion auslösen. Hohe Temperaturen, Rauch- und Gasentwicklung sowie eine schnelle Brandausbreitung sind mögliche Folgen.
Besonders problematisch: Auch wenn die Flammen gelöscht sind, kann sich ein Akku erneut entzünden. Eine ausreichende Kühlung und Überwachung können deshalb entscheidend sein.
Was bedeutet die neue Brandklasse L für Unternehmen?
Die neue Brandklasse ist keine automatische Verpflichtung, sämtliche Feuerlöscher auszutauschen. Sie ist jedoch ein guter Anlass, den betrieblichen Brandschutz und die Gefährdungsbeurteilung zu überprüfen.
Dabei sollten Unternehmen unter anderem betrachten:
- Wo werden Lithium-Ionen-Akkus eingesetzt, geladen oder gelagert?
- Gibt es geeignete und klar definierte Lade- und Lagerbereiche?
- Wie werden beschädigte, aufgeblähte oder ungewöhnlich heiße Akkus behandelt?
- Sind Beschäftigte und Brandschutzhelfer über die besonderen Gefahren informiert?
- Passt das vorhandene Brandschutz- und Löschkonzept zur tatsächlichen Gefährdung?
- Werden größere Batteriesysteme, Akku-Lager oder Elektrofahrzeuge gesondert berücksichtigt?
Dabei gilt: Laptop-Akku, E-Bike-Batterie und industrieller Batteriespeicher stellen nicht dieselbe Gefährdung dar. Größe, Energieinhalt, Anzahl der Akkus, Lagerung und Einsatzbedingungen müssen individuell betrachtet werden.
Brandschutz beginnt vor dem Brand
Neben geeigneten technischen Maßnahmen spielen vor allem korrekte Lagerung, sichere Ladebedingungen, regelmäßige Kontrollen und der richtige Umgang mit beschädigten Akkus eine wichtige Rolle.
Welche Löschmaßnahmen und Löschmittel im konkreten Betrieb geeignet sind, sollte nicht pauschal entschieden werden, sondern auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, der Herstellerangaben und des betrieblichen Brandschutzkonzeptes.
Unser Fazit
Die neue Brandklasse L macht deutlich: Lithium-Ionen-Akkus erfordern beim betrieblichen Brandschutz besondere Aufmerksamkeit.
Unternehmen sollten die zunehmende Nutzung von Akkus zum Anlass nehmen, ihre Gefährdungsbeurteilung, Lager- und Ladekonzepte, Unterweisungen sowie Brandschutzmaßnahmen zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.
Wir unterstützen Sie dabei, die Gefährdungen durch Lithium-Ionen-Akkus in Ihrem Unternehmen zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Texte und/oder Grafiken in diesem Beitrag wurden teilweise durch KI generiert und redaktionell geprüft.
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Quelle: https://gag-asi.de/mitteilung/Neue_Brandklasse_L_f%C3%BCr_Lithium-Ionen-Akkus






